Vielleicht kennst du das: Die Tage sind voll, und trotzdem bleibt das Gefühl, am eigenen Leben vorbeizulaufen. Eher Zuschauer als mittendrin.
Genau da setzen meine Bilder an. Ich male über Vergänglichkeit, aber nicht, um zu erschrecken. Das Wissen um unsere Endlichkeit ist einer der ehrlichsten Kompasse, die wir haben. Es stellt leise die Frage: Was ist dir wirklich wichtig? Und lebst du danach?
Memento Mori – Ars Vivendi. Bedenke, dass du sterblich bist, und lerne daraus zu leben.
Ich bin Jan Morische und lebe in Kollmar in der Elbmarsch. Ich bin Jan Morische, lebe in Kollmar in der Elbmarsch und arbeite in zwei Welten. Als 3D-Artist und Grafiker gestalte ich digital am Bildschirm. Als Künstler an der Leinwand arbeite ich bewusst analog. In einer Zeit, in der Bilder in Sekunden entstehen, male ich Unikate, in denen Zeit steckt. Jedes gibt es nur einmal, so wie jeden Tag, den wir leben.
Ein Bild von mir soll nicht über dem Sofa verschwinden. Es soll dich im Alltag begleiten und dich jeden Tag ein kleines bisschen daran erinnern: Noch ist heute.
Über den Jahreswechsel durften meine Bilder an einem Ort hängen, an dem sich niemand über Endlichkeit etwas vormacht. Das Hospiz war über meine Serie Presence In Light auf mich aufmerksam geworden. Zwischen Menschen, die Abschied nehmen oder begleiten, wurden die Bilder zu dem, was sie sein sollen: ein stiller Moment im Hier und Jetzt. Es war meine bisher bewegendste Ausstellung, und ich bin dankbar, dass ich diesen Raum teilen durfte.
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